Warenkorb ist leer
Was tun bei Tinnitus?
7 Schritte, die wichtig sind
Wenn du Tinnitus hast, fühlt es sich oft an, als wärst du dem Geräusch ausgeliefert. Vielleicht hast du Angst, dass es nie wieder weggeht. Vielleicht bist du dauerangespannt, checkst ständig „wie laut ist es gerade?“ und wünschst dir einfach nur Ruhe.
Die gute Nachricht: Du bist nicht machtlos.
Und du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Auf dieser Seite zeige ich dir konkrete Schritte, die du heute anwenden kannst, damit dein Kopf wieder zur Ruhe kommt und der Tinnitus an Bedeutung verliert.
- Wann solltest du den Tinnitus medizinisch abklären lassen?
Bitte geh zeitnah zur Abklärung zu einem HNO Arzt, wenn der
- Tinnitus plötzlich neu auftritt
- du Hörverlust / Druck / Schmerzen hast
- starker Schwindel oder neurologische Symptome dazukommen
- er nur einseitig auftritt
- er pulssynchron ist („pochen“
⚠️ WICHTIG: Diese Seite ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Sie hilft dir dabei, die Stressreaktion zu senken, die einen Tinnitus meist massiv verstärkt.
- Soforthilfe: Wenn dein Tinnitus gerade „zu laut“ ist
Wenn der Tinnitus laut wirkt, ist das meistens kein Zeichen von „Schaden“, sondern von Alarm im Nervensystem. Das Geräusch wird dann wie mit einem Scheinwerfer angestrahlt.
Mini-Übung (1 Minute):
Lege eine Hand auf die Brust, eine auf den Bauch.
Atme langsam aus – länger aus als ein.
Zähle innerlich:
Einatmen 4 – Ausatmen 6 (5 Wiederholungen)
Dieser Schritt signalisiert deinem Körper: Gefahr vorbei - alles ist gut.
- Das Wichtigste zuerst: Ein Tinnitus ist kein Feind
Der Tinnitus selbst ist nicht das Problem.
Das Problem ist, was dein Gehirn daraus macht:
- Die Aufmerksamkeit bleibt beim Geräusch
- Die Gedanken kreisen („Was, wenn es bleibt?“)
- Angst und Stress steigen
- Das Nervensystem geht in Alarm
- Der Tinnitus wirkt noch lauter
Das ist eine lernbare Stress-Spirale. Und genau deshalb ist sie auch umkehrbar.
Die 7 wichtigsten Schritte bei Tinnitus
(Plan statt Panik)
Schritt 1: Lass den Check-Modus los
Je öfter du prüfst „Ist er noch da?“, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt der Ton.
Heute übst du: Nicht kontrollieren. Nicht bewerten. Dein Leben normal weiterleben.
Schritt 2: Beruhige dein Nervensystem statt es zu bekämpfen
Tinnitus ist eng verbunden mit:
- Stress
- Anspannung
- innerer Alarmbereitschaft
Dein Fokus sollte sein:
Sicherheit im Körper herstellen – nicht „Stille erzwingen“.
Schritt 3: Normalisiere das Geräusch
Sag dir innerlich:
"Ah okay, mein System ist gerade aktiv. Ich bin trotzdem sicher."
Das nimmt dem Gehirn den Alarm.
Schritt 4: Nutze Sound clever (ohne dich abhängig zu machen)
Leiser Hintergrundsound kann helfen:
- Naturgeräusche
- leiser Ventilator
- White Noise / Pink Noise
- Musik
Wichtig: Bewusst einsetzen und auf keinen Fall „überdecken“.
Schritt 5: Schlaf schützen = Tinnitus entlasten
Schlafmangel macht dein Nervensystem empfindlicher.
Das bedeutet: Die Tinnitus Wahrnehmung kann dadurch stärker werden.
Tipp: Abendroutine ohne Handy + 3 Minuten Atem-Übung
Das wirkt oft mehr als jedes „Tinnitus-Hacks“-Video.
Schritt 6: Stoppe die Angstspirale
Viele Betroffene leiden weniger am Ton, sondern viel mehr an der Angst davor.
Die entscheidende Frage ist nicht:
„Wie bekomme ich den Tinnitus weg?“, sondern: „Wie werde ich wieder ruhig, selbst wenn er da ist?“
Denn genau das ist der Punkt, an dem dein Gehirn beginnt, ihn zu ignorieren.
Schritt 7: Hol dir Unterstützung (nicht erst wenn du nicht mehr kannst)
Der häufigste Fehler: Zu lange alleine kämpfen und wertvolle Zeit verstreichen lassen.
Tinnitus wird leichter, wenn du:
- verstanden wirst
- einen Plan hast
- lernst dein Nervensystem zu regulieren
- eine Begleitung hast, die dich stabilisiert
Hey, mein Name ist Heidi Gilgert. Ich bin Hörakustikmeisterin, Psychologische Beraterin und Entspannungspädagogin mit über 30 Jahren Erfahrung in der Betreuung von Menschen mit Tinnitus. Diese Kombination ermöglicht es mir, nicht nur die akustischen Aspekte des Tinnitus zu verstehen, sondern auch die psychologischen und emotionalen Herausforderungen, mit denen Tinnitus-Betroffene konfrontiert sind.
Aber nicht nur beruflich, sondern auch privat hat mich das Thema Tinnitus einige Jahre begleitet.
Meinen eigenen Tinnitus bekam ich ganz plötzlich 2011. Die Ärzte hatten kein Mittel und ich wusste da theoretisch zwar schon viel, aber es hat seine Zeit gedauert dieses Wissen praktisch umsetzen zu können.
Ich litt unter Schlaf- und Konzentrationsproblemen. Ich hatte Angst vor der Stille und Angst, dass dieser Zustand immer schlimmer werden könnte. Ich fühlte mich vollkommen ausgeliefert und machtlos.
Bald war mir klar, dass ein Tinnitus viel mehr ist, als ein Ohrgeräusch.
Geholfen haben mit letztendlich mein Wissen und meine Erfahrungen, aus denen ich ein Programm für mich erarbeitete, das ich dann auf meinen Tinnitus anwandte.
Nach und nach nahm ich ihn immer weniger wahr, bis er schließlich weg war.
Wie so vielen Betroffenen, wurde auch mir damals gesagt, dass man nichts gegen den Tinnitus tun könne und, dass ich lernen müsse mich an ihn zu gewöhnen und damit zu leben.
Aber ich wollte mich nicht gewöhnen- Ich wollte ihn wieder loswerden!
Inzwischen weiß ich, dass das möglich ist und ich möchte jetzt auch dir Mut und Hoffnung machen.
Heute begleite ich Menschen, die
- keine Ruhe mehr im Kopf finden
- Angst vor dem Geräusch haben
- nicht mehr richtig schlafen können
- sich nach Sicherheit und Lebensqualität sehnen
💛 Du musst das nicht allein bewältigen.
Sei es dir wert!
Heidi
Du willst nicht nur Tipps – sondern echte Veränderung?
Wenn du Tinnitus hast, ist das Wichtigste nicht das perfekte „Wundermittel“, sondern ein stabiler Weg raus aus Alarm, Angst und Dauerfokus.
👉 In meinem 1:1 Coaching zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du
- dein Nervensystem regulierst
- wieder schlafen kannst
- die Angst verlierst
- den Tinnitus in den Hintergrund bringst
- dir dein Leben zurückholst